Women's Self Defense

Ich wette, würde man eine Umfrage starten und in einer Woche so viele Frauen wie möglich fragen: "Möchtest du wissen, wie du dich mit den Fähigkeiten, die du bereits hast, selbst verteidigen kannst?" und ihnen zusagt, dieses Wissen in kürzester Zeit zu vermitteln, würden 95 % antworten: "Ja, dazu wäre ich gern in der Lage." Das liegt daran, dass die meisten Frauen instinktiv wissen, dass sie zum Opfer werden können. Aber wie groß ist die Anzahl der Frauen, die wirklich den Schritt in einen Selbstverteidigungskurs machen, um zu lernen, sich zu schützen? Ich kenne die genaue Zahl nicht, aber ich kenne eine andere verlässliche Zahl, die zeigt, wie viele Frauen etwas dafür tun, um ein schweres Ziel zu werden - ein "HARD TARGET". Diese Zahl stammt vom Black Belt Publishing Media Kit 2021. Hier findet man eine Grafik, die zeigt, dass 95 % der "Black Belt Magazin"-Leser männlich sind, demnach sind nur 5 % der Leser weiblich.

Oh, bei der Überschrift dachtet Ihr wahrscheinlich, 95% der Männer wollten sich meine Tipps zur Selbstverteidigung nicht anhören. Nein, das meine ich nicht. Der Rat, den ich geben möchte, richtet sich an die 5 % Black-Belt-Magazin Leserinnen, eine störend niedrige Zahl, wenn man bedenkt, dass die meisten Frauen wissen, wie wichtig Selbstverteidigung ist.

Seit 1986 unterrichte ich meinen Jim Wagner Survivalkurs für Frauen und habe in vier Jahrzehnten tausende Frauen in den verschiedensten Ländern trainiert. Nicht zu vergessen, dass ich als Polizist im Streifendienst mit hunderten von Gewalttaten gegen Mädchen und Frauen konfrontiert wurde. Einige mögen mich einen "Wissenschaftsleugner" nennen, aber meiner Erfahrung nach sind "Männer und Frauen verschieden". Eine schockierende Aussage, ich weiß. Aber lassen sie mich erklären:

Meiner Meinung nach können die meisten Frauen in einem unbewaffneten Zweikampf gegen einen männlichen Kriminellen nicht bestehen. Nehmen wir noch einen zweiten unbewaffneten männlichen Angreifer dazu und die Niederlage der Frau ist ziemlich sicher! Selbst die meisten Männer können Angriffen mehrerer Angreifer nicht standhalten. Ich weiß das aus meinen "Crime Survival" Kursen mit hunderten Vollkontakt-Szenarien mit mehreren unbewaffneten Angreifern gegen Frauen und Männer. Diese Kurse fanden nicht ausschließlich in zivilen Kampfsportschulen statt, sondern auch mit Militäreinheiten, Gefängnispersonal und Polizeikräften. Die Ergebnisse waren vorhersehbar. Natürlich tragen viele Kriminelle zusätzlich eine Waffe, und wie geht es dann für Sie aus?

Was ist also die Antwort? Wie kann man einer Frau die Sicherheit geben, dass sie in der Lage ist, den Angriff eines männlichen Kriminellen zu überleben, der regelmäßig Gewalt als Werkzeug anwendet, um zu bekommen was er will? Außer zu vermeiden, in eine solche Situation zu kommen, ist die Antwort: eine WAFFE!



Women's Gun Defense Nicht umsonst werden Schusswaffen die "großen Gleichmacher" genannt. Eine Schusswaffe ist das beste Mittel zur Selbstverteidigung, das es gibt. Da war die Frau in New Jersey, deren Ehemann mich für Privatstunden engagierte. Sie macht eine Trockenfeuerübung, um zu lernen wie man einen Eindringling (mein Assistent) in Schach hält, der in ihr Heim einbricht.


Bevor ich jetzt des Sexismus beschuldigt werde, weil ich jemanden aufgrund des Geschlechts stereotypisiere, lassen sie mich für einen Moment die Szene wechseln, um einen Punkt zu erklären.

Vor einigen Jahren in New York City kam während einer Pause der älteste Teilnehmer meines Verteidigungstaktik Kurses zu mir. Der 70jährige Herr fragte mich: "Jim, Du weißt, ich bin alt. Ja, für mein Alter bin ich gesund und fit, aber auch nur, weil ich Deinen Kurs besuche. Aber ich weiß auch, dass ich mich gegen einen jungen Mann nicht verteidigen könnte. Erst recht nicht gegen mehrere. Ich gebe zu, dass ich jeden Tag in der U-Bahn Angst habe. Auch wenn es illegal ist, in New York eine Schusswaffe zu tragen, habe ich eine bei mir. Ich überlebe lieber einen Angriff mit dem Risiko wegen

Schusswaffengebrauchs ins Gefängnis zu gehen, als von einem jungen Gangster schwer verletzt oder sogar getötet zu werden. Ich bin im Umgang mit der Waffe geschult und scheue mich nicht, sie auch zu benutzen. Hast Du einen Rat für mich?"
Ich kannte ihn als sehr intelligenten, verantwortungsbewussten Mann und antwortete ihm: "Als Gesetzeshüter ist mein offizieller Rat, dich an jegliche Gesetze zu halten. Brich kein Gesetz! Als dein Selbstverteidigungslehrer jedoch sage ich dir was ich persönlich tun werde, wenn ich 70 Jahre alt bin: ich werde eine Schusswaffe bei mir tragen und die einzige Gelegenheit, bei der ich diese Waffe ziehen werde ist, wenn mein Leben in Gefahr ist. Du musst dich selber fragen, wovor du mehr Angst hast: vor Kriminellen oder vor der Regierung? "

Der Rat als Waffe eine Pistole zu wählen, war nur für diesen Herren gedacht und nicht für Jedermann. Plus: er hatte recht. In seinem Alter hätte er nicht die geringste Chance gegen einen jungen Gangster gehabt, der ihn angegriffen hätte. Die Realität ist und bleibt Realität. Und darum heißt mein System Realitäts-Basierte-Persönliche-Protektion (RBPP)
Ich rate Euch Frauen nicht, ohne offizielle Genehmigung eine Schusswaffe zu tragen und auch nur dann, wenn Ihr im Umgang mit dieser Waffe gut trainiert seid. Natürlich ist eine Schusswaffe die beste Selbstverteidigungswaffe, die man haben kann. Lebt man allerdings als Frau in Frankreich, Irland, Australien oder in einem anderen Land mit strengen Verordnungen und Gesetzen, kann einen der Besitz einer solchen Waffe in ernste Schwierigkeiten bringen. Dennoch lautet meine Selbstverteidigungs-Philosophie: SEI NIEMALS UNBEWAFFNET. Das bedeutet, es gibt immer Optionen für die persönlichen Sicherheit.

Women's Self Defense Drill

Kein schöner Anblick - gesehen in Köln, Deutschland. Zwei "Vergewaltiger" (zwei meiner besten Assistenten) bringen eine unbewaffnete Teilnehmerin mit Leichtigkeit zu Boden. Am Ende meines Frauen-Überlebenskurses sind alle Frauen von der Notwendigkeit überzeugt, eine Waffe bei sich zu tragen, um einen Angriff zu überleben.

Ist es legal beispielsweise ein Messer bei sich zu führen, sollte man sich entsprechende Informationen und Anleitung im Umgang damit bei einem örtlichen Ausbilder für Selbstverteidigung holen, ein Messer kaufen und dieses bei sich tragen. Ist das Führen eines Messers generell illegal, kann man sich online einen Tactical-Pen bestellen. Wenn auch Tactical-Pens nicht erlaubt sind, bestellt man sich einen Kugelschreiber aus Metall, der sich gut als Stichwerkzeug eignet. Dann, wenn man jemals in die Situation kommt, den Stift zu benutzen und die Polizei fragt: "Warum haben Sie auf die Person mit dem Stift eingestochen?", antworten sie bitte niemals: "Ich trage diesen Stift zur Selbstverteidigung bei mir!". Antworten Sie: "Er hat mich angegriffen. Ich konnte nicht entkommen (wenn es tatsächlich so war). Ich hatte Angst um mein Leben! Mir fiel mein Kugelschreiber ein und habe den Stift herausgeholt, um den Angreifer damit abzuwehren. Geht es ihm gut? Ich wollte ihn nicht verletzen."


Die nächste Frage wird unweigerlich sein: "Warum haben Sie dreimal (oder wie oft auch immer) auf ihn eingestochen?"

Hier muss Ihre Antwort sein: "Weil er auch nach zwei Schlägen nicht aufgehört hat, mich anzugreifen. Nach dem dritten Treffer hörte er auf, darum hörte auch ich auf. Dann konnte ich entkommen!"


Vergessen Sie nicht, dass Ihr Ziel nicht ist, jemanden zu verletzen oder gar zu töten, auch wenn es sich um einen massenmordenden Terroristen handelt. Es ist Ihr Ziel den Angriff zu STOPPEN und zu entkommen. Sie wollen die Gelegenheit zur Flucht nutzen und nicht mit dem Angreifer auf Tuchfühlung gehen, denn jede Sekunde, die Sie sich in einem Kampf befinden, kann sich das Blatt gegen Sie wenden.


"Was ist mit Pfefferspray?", werden jetzt einige fragen. "Ist das eine gute Waffe?" Schließlich scheint es DIE Waffe zu sein. Das und das Schlüsselbund, das viele Leute Frauen empfehlen, um sich zu verteidigen.

Pfefferspray ist besser als nichts, steht aber recht weit unten auf der Liste der Mittel der Wahl und wird eher als "Kontrollmittel" eingestuft. Für Einsatzkräfte rangiert das Pfefferspray auf der gleichen Stufe, wie der Haltegriff bei einer unkooperativen Person, um diese abzuführen. Darüber hinaus besprühen sich Kriminelle vorsorglich selber, um eine gewissen Resistenz aufzubauen. Ich weiß das, weil ich es in Trainingskursen selbst versucht habe. Ich bin schon unzählige Male mit Pfefferspray besprüht worden und bin auch noch nach einer anständigen Ladung fähig, weiter zu kämpfen. Ich musste mich in einem Ausbildungszentrum für Antiterroreinheiten im Vollkontakt gegen zwei Männer verteidigen, nachdem der Kursleiter mich mit Pfefferspray besprüht hatte. Das war Teil der Ausbildung.

Ich könnte Sunden damit verbringen, die Pros und Contras verschiedener Waffengattungen aufzuschreiben. Aber der Hauptpunkt für alle Frauen, die Selbstverteidigung lernen oder damit beginnen werden, ist der selbe Rat, den ich auch meinen männlichen Studenten gebe: 80 % des Trainings sollte mit Waffen stattfinden und 20 % ohne, mit leeren Händen.

Self Defense Headbutt

Einige Frauen können sich im Kampf mit einem männlichen Kriminellen behaupten, so wie meine niederländische Polizeistudentin mit einem Kopfstoß während eines Verteidigungstaktik Kurses, den ich bei der Amsterdamer Polizei in den Niederlanden gegeben habe. An ihrer rechten Hüfte trug sie eine Waffe (eine Trainingspistole). Sie weiß, dass eine Waffe in manchen Situationen das einzige Hilfsmittel ist, um einen Angriff zu überleben


Für den Fall dass ein männlicher Kampfsportler diesen Blog liest, obwohl dieser ja eher für die 5 % Black-Belt-Magazin Leserinnen gedacht ist, bin ich mir sicher, dieser Mann kennt viele Frauen in seinem Umfeld, von denen er sich wünschte, sie hätten Selbstverteidigungskenntnisse. Der einzige Weg, sie dahin zu bringen ist Beharrlichkeit und Überzeugung. Eine gute Maßnahme dieser Männer könnte sein, ein paar private Unterrichtsstunden für die entsprechenden Frauen zu bezahlen und sie über bevorstehende Selbstverteidigungskurse für Frauen zu informieren. Wenn sie selbst Selbstverteidigungstrainer sind, bieten sie doch Vier-Stunden-Kurse an einem Samstag für einen geringen Preis an. Viele Frauen werden sich denken, diese vier Stunden kann ich mir erlauben, denn heutzutage leidet fast jeder unter Zeitmangel. Ich kenne keine Frau, die es bereut hätte, in ein Selbstverteidigungskurs gegangen zu sein.

Nächstes Jahr, wenn ich mir das Black Belt Publishing Media Kit 2022 ansehe, hoffe ich, dass die Prozentzahl der Leserinnen weit über die 5 % angestiegen ist. Ich werde mit diesem Blog meinen Teil dazu beitragen.

BE A HARD TARGET

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Special thanks to Martina Bork of Reality-Based Personal Protection Germany for this translation.

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